Geschichte des Kolpinghauses


1918

1918 kündigte der damalige Herbergsvater Schlegl das Vereinslokal auf, das den Gesellenverein seit seiner Gründung im Jahre 1884 beherbergte. Jahrelang bemühten sich die Gesellen um ein eigenes Heim. Die Vereinsabedne wurden jetzt in verschiedenen Gasthäusern abgehalten.

1931

1931 wurde nach langen Verhandlungen mit dem Bayerischem Staat das alte Amtsgerichtsgefängnis (jetziges Kolpingshaus) um den Preis von 2.500,- DM erworben.
Die Kaufsumme wurde in dankenswerter Weise von Johann Weiß als Darlehen gegeben. Der Hauskauf ist in erster Linie Präses Josef Brandl zu verdanken.
Am 1. Novemberg konnte die erste Monatsversammlung im neuen Gesellenhaus abgehalten werden.
Im Dezemberg beschloß die Vorstandschaft den Ausbau der beiden Gefängniszellen zur Küche und zur Gesellenübernachtung. Die Maurerarbeiten wurden von Michael Ernst und Michael Stadler ausgeführt. Erster Hausmeister wurde Herr Seibold.

1932

1932 wurde im April mit dem Saalbau begonnen, aber bereits im Mai wegen Geldmangel wieder eingestellt. Mit einem Darlehen von 5.000,- DM aus dem Gesellenfond wurde der Saal, das Vereinszimmer (Treffpunkt) und die Aborte ausgebaut. 200 Stühle wurde angeschafft.
Die Ausführung der Arbeiten und die Bauleitung beim Umbau hatte Maurermeister Franz Maulbeck, als Arbeiter waren beschäftigt:
Ernst Michael, Stadler Michael, Lins Josef, Sparrer Leo, Schinhammer Johann, Stadler Ludwig, Weber Adolf und Hausmeister Seibold.
Am 4. Dezember 1932 wurde das Kath. Gesellenhaus in Vilseck durch S. Exz. Hochw. Herrn Bischof Dr. Michael Buchberger eigeweiht.

1936

1936 wird das Kath. Gesellenhaus aus wohlüberlegten Gründen an die Kath. Kirchengemeinde Vilseck notariell übereignet.

Nach der Machtübernahme durch das nationalsozialistische Regime und nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges wurden keine Baumaßnahmen mehr durchgeführt. Während des Krieges war das Haus von einer Segelflieger-Abteilung und nach dem Kriege mit Flüchtlingen und Heimatvertriebenen belegt.

1947 - 1955 Verschiedene Arbeiten wurden durchgeführt.
Zum Beispiel:

Der Saal und das Vereinszimmer mussten Repariert werden da diese durch die Flüchtlinge stark beschädigt wurden.
Das Katzenkopf-Pflaster wurde entfernt und durch eine Asphaltdecke ersetzt.
Die vordere Fassade des Kolpingshaus ist neu verputzt worden und die Kolpingszeichen wurden angebracht.
Das Dach auf der Hofseite wurde durch hauptsächliche Eigenleistung neu eingedeckt.

1956

Der alte, durch die Fehlbelegung des Hauses stark in Mitleidenschaft gezogene Fußboden wird von den Kolpingssöhnen durch einen neuen Parkett-Fußboden ersetzt. Kostenpunkt 3.000,- DM.

1961 - 1968

Mit einem Kostenaufwand von 9.400,- DM werden im Saal und Vereinszimmer eine neue Öl-Warmluftheizung und neue Türen eingebaut, das Vereinszimmer in Eigenleistung mit Parkettboden versehen.
Anschließend wurde das ebenfalls schadhafte Dach der Vorderseite erneuert, neue Dachrinnen angebracht. Im ganzen Haus wurden neue Fenster eingebaut.
Außerdem wurden die alten Holzstufen im Saalaufgang durch Terrazzostufen ersetzt, die Toiletten erneuert und die Hausmeisterwohnung renoviert. Materialkosten 12.000,- DM.

1974

Ein alter Traum der Kolpingsöhne von einem gemütlichen Vereinslokal geht in Erfüllung. Ein altes Waschhaus und eine Gefängniszelle werden in eigener Regie in mehr als 2.200 Arbeitsstunden mit einen Kostenaufwand von 25.000.- DM zum "Burgstüberl" mit Theke und gemütlicher Einrichtung umgebaut.

1977

Die den heutigen Erfordernissen nicht mehr entsprechende Hausmeisterwohnung wird mit einem Betrag von 65.000,- DM zu einer modernen Wohnung ausgebaut.

1979

1979 wurde das gesamte Kolpingshaus einer gründlichen Renovierung unterzogen. Neue Toilettenanlagen errichtet, Elektroinstallation erneuert, Wandverkleidung im Saal angebracht, neue Tische und Stühle angeschafft und ein Gruppenzimmer geschaffen. Trotz enormer Eigenleistungen mußten dafür 105.000,- DM aufgebracht werden.

1982

Das DAch im Innenhof einschließlich Dachrinnen, Blitzableiter usw. mußte erneuert werden. Die Außenfassade erhielt einen Verputz und Anstrich. Die Bauskosten beliefen sich auf 30.000,- DM.

1984

Für das bevorstehende 100jährige Jubiläum wird die Fassade des Kolpingshauses (Vorderseite) erneuert, um den Fest einen würdigen Rahmen zu geben.